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Schliemanns Erben
Roms Limes im Orient

ZDF

Eine Reihe von Gisela Graichen

Ruinen, Sand, Scherben, Knochenteile, vielleicht mal ein Stück Gold… Bis vor kurzem haben sich viele Leute unter Archäologie eine zeitraubend langweilige Buddelei vorgestellt. Tatsächlich ermöglichen sie aber einen faszinierenden Blick in unsere Vergangenheit und untergegangene Kulturen. Das ist einem Millionenpublikum spätestens mit den von der Bestsellerautorin Gisela Graichen unternommenen archäologischen Fenrsehexpeditionen „Schliemanns Erben“ bekannt geworden. „Schliemanns Erben“ ist eines der erfolgreichsten Prime-Time-Programme im ZDF und ein Glanzstück einer Fernsehkultur, die auch schon untergegangen schien.

Roms Limes im Orient

64 vor Christus schlug Pompejus der Große die Truppen des syrischen Herrschers Antiochos XIII. vernichtend und gründete am Euphrat die römische Provinz Syria. Durch ein über 1000 Kilometer langes Straßensystem erschlossen die Römer das eroberte Gebiet und sicherten es mit einem Limes aus Wehrtürmen, Militärlagern und Kastellen. Bis heute sind der genaue Verlauf und die Schutztechniken des Limes weitgehend unbekannt. Wie gelang es den Römern, ihre Vormachtstellung im Nahen Osten über fast 700 Jahre zu behaupten?

Die Wissenschaftler erkunden aus der Luft Qasr Bushir, das besterhaltenste Kastell des Römischen Reiches. Mitten in der Wüste können die Forscher aus dem Helikopter den Verlauf der einst bedeutenden Römerstraße Nova Trajana entdecken – ein steinerner Highway der Antike, heute beinahe völlig vom Sand verweht.

Entlang der Ufer des Euphrat-Stromes entdeckten die Archäologen die verschobenen Linien von Grenzkastellen: Dort war ein zentraler Schauplatz dramatischer Rückzugsgefechte Roms gegen die orientalischen Großreiche der Perser und Parther. In einem einsamen Landstrich liegt ein prächtiges Wüstenschloss der Omaijaden aus dem 7. Jahrhundert: Das Araberschloss hat einen viereckigen Grundriss. „Schliemanns Erben“ legen orientalische Zeugnisse für Aufstieg und Fall des römischen Imperiums frei.

 

Gisela Graichen Gisela Graichen Michael Harder and Peter Prestel Roland Breitschuh, Steffen Böttrich, Thomas Bianga Maximilian Schecker, Resa Asarschahab Susanne Strobel Jean-Christoph Caron Sven Heiligenstein Eva-Maria Imlau Jörg Kunkel Dr. Gudrun Ziegler, ZDF Ulrich Lenze, Cinecentrum 01. Februar 2004, 19.30 Uhr
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