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NaturNah: „Lebendige Alster – Vom Stadtfluss zum Naturparadies“ (AT)

in Produktion/NDR

 

Die Alster ist ein Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg. Dass sie sich heute relativ sauber durch die Hansestadt schlängelt, der Eisvogel wieder an am Ufer brütet und selbst in den Fleeten der Innenstadt  Fische schwimmen – ist das Ergebnis der Arbeit verschiedener Umweltverbände und der Bürger der Stadt.

 

Noch bis weit nach dem zweiten Weltkrieg sah das ganz anders aus. Der Fluss war vor allem eins: nützlich. Schuten und Schiffe nutzten die Alster als Wasserweg quer durch die Stadt um Rohmaterial und fertige Waren zwischen dem Hafen und den Fabriken hin und her zu schippern. Privat Haushalte und Industrie leiteten ihre Abwässer in die Alster und ihre Kanäle.

Eingeengt und verschmutzt führte der Fluss ein Schattendasein. Die Fischbestände gingen zurück, seltene Tier- und Pflanzenarten fanden in den trockengelegten Uferbereichen keine Heimat mehr und wie es war in der Alster zu baden, daran erinnerten sich höchstens noch die Urgroßeltern. Ufer waren begradigt und bebaut sowie Schleusen zur Regulierung des Wasserstands eingerichtet worden.

 

Um die Alster wieder zum Erholungsort für die Hamburger zu machen- brauchte es viele Anstrengungen von Stadt  und Naturschutzverbänden: NABU, BUND und das Aktionsbündnis Fischotterschutz arbeiten immer noch daran, die Alster von der Quelle bis zur Elbe weiter mit Leben zu füllen. In diesem Jahr ziehen sie eine erste Zwischenbilanz. Das Ziel: die Alster so natürlich und lebendig zu gestalten wie es in einer Großstadt eben geht.

 

Julia Schwenn Boris Mahlau Jochen C. Müller Torsten Reimers Merle Ziehe Ron P. Glavas Nina Steinert Birgit Schanzen, NDR 08.05.2018 um 18.15 Uhr, NDR
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