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Humboldts Erben
Atlantis der Wüste


ZDF

Eine Reihe von Gisela Graichen

Auf den Spuren des Entdeckers Alexander von Humboldt erforscht die Reihe die Geheimnisse eines heiligen Berges, den Ursprung eines tödlichen Virus oder die Überreste einer vergangenen Zivilisation.

Atlantis der Wüste

Es heißt: Als Gott die Welt in Land und Meer aufteilte, ließ er die Arabische Halbinsel als Rub ‚Al-Khali, als leeres Viertel zurück – unbewohnbar und undurchdringlich. Das Sultanat Oman liegt im äußersten Südosten der Arabischen Halbinsel am Rand des leeren Viertels. Weite Teile des Landes bestehen aus Wüste und aus kargem Gebirge. Leben ist dort nur in Oasen möglich. Weder die extremen Temperaturunterschiede – 50 Grad im Schatten tagsüber und minus 10 Grad nachts – noch der kaum messbare Niederschlag konnten die Oasenbewohner vertreiben. Im Gegenteil, die Oasen des Omans entwickelten sich zu blühenden Städten. Der Tübinger Islamwissenschaftler Professor Heinz Gaube und der Architekturhistoriker Professor Michael Jansen von der Technischen Hochschule Aachen sind auf der Suche nach dem Geheimnis der Oasen des Rub’Al-Khali. Wie konnte sich dort, unter diesen lebensfeindlichen Bedingungen, eine derart reiche und mächtige Kultur herausbilden? Eine der berühmtesten Oasen war die schon im Koran erwähnte Stadt Ubar, die von Lawrence von Arabien „das Atlantis der Wüste“ genannt und von mittelalterlichen Autoren mit dem Paradies verglichen wurde. Satellitenbilder enthüllten uralte Karawanenwege, die an einer bestimmten Stelle zusammentrafen. Unter dem Sand fand man die Überreste einer großen Siedlung. Waren dies die Überreste des berühmten Ubar, das 300 n. Chr. zerstört wurde? Ein Zufallsfund brachte Gaube auf die richtige Spur: In einer verfallenen Geisterstadt fand er über 8000 Briefe aus dem frühen 19. Jahrhundert, die komplette Korrespondenz des Scheichs Murzin al Abri, dem damaligen Scheich der Oase.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG

Gisela Graichen Marc Eberle Roland Breitschuh Frank Höwner, Marlies Kaesler Thomas Fritsch Sven Heiligenstein Jörg Kunkel Gudrun Ziegler Ulrich Lenze ZDF, 2002 09.03.2003 um 19.30 Uhr, ZDF
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