Shaolin - das Geheimnis des Kung Fu
Im Jahre 620 sendet der designierte Kaiser von China, Li Shimin, in höchster Not einen Hilferuf in die Provinz Henan. Ein abtrünniger Warlord bedroht ihn; seine Truppen sind bereits eingekesselt. Dreizehn Mönche aus dem Ort Shaolin eilen Li Shimin zu Hilfe. Sie sind barfuss und unbewaffnet - aber sie schlagen zehntausende von Kriegern in die Flucht. Der Sieg wird zur Geburtsstunde des Mythos Kung Fu und der chinesischen Kampfkünste.
Mit der chinesischen Kampfkunsttrainerin Wu Meiling begeben wir uns zusammen auf eine Spurensuche quer durch China. In verwunschenen Klöstern, abgelegenen Dörfern und an Bergheiligtümern entdecken wir die Quintessenz einer Kunst, die nicht nur den Kampf umfasst, sondern auch ein einzigartiges Wissen über Medizin, Spiritualität und die menschliche Natur.
Noch heute hüten im Kloster von Shaolin am Fuße des heiligen Bergs Song-Shan die Mönche das Geheimnis ihrer einzigartigen Fähigkeiten – eine unheimliche Macht, die sich die Kaiser Chinas zu allen Zeiten zunutze machen wollten.
Das Geheimnis des Kung-Fu liegt in der faszinierenden Welt der chinesischen Kampfkünste verborgen – einer Welt, in der der Geist über die Materie siegt, in der physikalische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt sind. Jahrhunderte lang wurde das Geheimnis von den Kung-Fu-Meistern nur an wenige auserwählte Schüler weitergegeben. Viele der alten Meister dieser Zunft, die Krieg und Verfolgung durch Maos rote Garden überlebten, sind nun an die neunzig Jahre alt. Die Zeit drängt, ihr Wissen zu bewahren.
Shaolin - Backstage
Buch und Regie: | Lorenz Knauer und Thomas Schuhbauer |
Kamera: | Matthias Haedecke, Marko Karl |
Ton: | Mathias Windrath |
Schnitt: | Wolfgang Grimmeisen |
Sprecher: | Gert Heidenreich |
Aufnahmeleitung: | Sonja Maxeiner |
Produktionsleitung: | Jörg Kunkel, Donald Jenichen |
Herstellungsleitung: | Andreas Knoblauch |
Redaktion: | Uta von Borries, ZDF |
Produzent: | Ulrich Lenze |
Auftraggeber: | ZDF, 2003 |
Länge: | 45 Min. |
Erstsendung: | 10.08.03 um 19.30 Uhr im ZDF |
Amazonas - auf der Spur des roten Goldes
Im Regenwald des Amazonasgebietes verbirgt sich ein Schatz, von dem sich viele Pharmakologen und Genforscher versprechen, dass er eines Tages mehr wert sei als Gold und Silber, das einst die Spanier und Portugiesen raubten. Blut, dieser „ganz besondere Saft“, ist begehrt, vor allem wenn er von Naturvölkern stammt. Aus den Gen-Informationen der Amazonas-Indianer erhoffen sich die Forscher eine Entwicklung von Medikamenten gegen Krebs, HIV und andere Krankheiten. Ein Aderlass, der für die indianischen Gruppen oft tragische Konsequenzen hat.
Im Auftrag von Pharmafirmen suchen Forscher auch den Kontakt mit Schamanen und Medizinmännern. Sie wollen sich Kenntnisse über die Wirkung von Pflanzen oder von Insektengiften aneignen.
„Dabei bleibt es nicht, sie schaffen die Rohstoffe oft illegal außer Landes“, klagen die Schützer der Indianergebiete.
Das Team begleitet Sydney Possuelo, einen engagierten Kämpfer für die Rechte der Ureinwohner, bei seiner gefährlichen Mission zu den letzten bedrohten Paradiesen des Regenwalds.
In der unüberschaubaren Wildnis, in der immer noch Völker leben, die kaum einen Weißen zu Gesicht bekommen haben, gleicht die Jagd nach den Biopiraten der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Sidney hat den Kampf aufgenommen: er bewacht mit seinem kleinen Team der Indianerschutzbehörde FUNAI die Reservatsgrenzen und hat als einziger Weißer engen Kontakt zu Indianervölkern. Das Film- Team lässt sich auf das Abenteuer ein und liefert seltene Eindrücke z.B. von den sogenannten Zoës, einer kleinen Gruppe, deren Wissen um die Heilkraft der Natur in ihren Ritualen noch lebendig ist. Keiner kennt das Amazonasgebiet wie Sydney Possuelo, den Schutzpatron der Indianer, und so gelingt eine seltene und exklusive Reise in magische Welten der Amazonasregion.
Ein Film von Susanne Aernecke
Amazonas - Backstage
Regie: | Susanne Aernecke |
Kamera: | Florian Pfeifferl |
Ton: | Luiz Walter de Souza |
Schnitt: | Susanne Strobel |
Musik: | Andreas Linse, Robert Papst |
Sprecher: | Gert Heidenreich |
Aufnahmeleitung: | Sonja Maxeiner |
Produktionsleitung: | Jörg Kunkel, Donald Jenichen |
Herstellungsleitung: | Andreas Knoblauch |
Redaktion: | Uta von Borries, ZDF |
Produzent: | Ulrich Lenze |
Auftraggeber: | ZDF, 2003 |
Länge: | 45 Min. |
Erstsendung: | 17.08.03 um 19.30 Uhr im ZDF |
Polynesien - Nomaden der Südsee
Es ist wie eine Reise ans Ende der Welt. Fernab in den ozeanischen Weiten des Südwest-Pazifiks liegt Taumako, ein kleines Eiland in den Salomoninseln mit knapp fünfhundert Einwohnern. Taumako hat keine Elektrizität, kein Telefon, keinen sicheren Hafen. Nur alle paar Monate steuert ein Versorgungsschiff die kleine Südsee-Insel an. Nachrichten von der Außenwelt kommen über ein altes See-Funkgerät, das mit einer Solaranlage betrieben wird.
Rings um die abgeschiedene Inselwelt Polynesiens nichts als Wasser, soweit das Auge reicht. Auf einen Quadratkilometer Land kommen 500 Quadratkilometer Ozean. Wie nur konnten die Vorfahren der heutigen Polynesier die Inseln am Rand der Welt anlaufen und den Kontakt untereinander über hunderte von Seemeilen hinweg halten ? Das Film-Team begibt sich in extreme Lebenssituationen auf der Spurensuche nach den Nomaden der Südsee. Sie nämlich hüten ein Geheimnis: Ihre Vorfahren waren die besten Seefahrer ihrer Zeit und hatten einzigartige Kenntnisse in Bootsbau und Navigation.
Die ältesten Bewohner Taumakos haben das einmalige Wissen bewahrt, denn sie sind die einzigen Südseebewohner, die noch in der Lage wären, hochseetüchtige Segelboote in traditioneller Weise zu bauen und zu segeln – und werden dafür in den Industrieländern bewundert. In der Welt der High-Tech-Yachten und des GPS versuchen Ingenieure dem Rätsel der schnellen und stabilen Boote auf den Grund zu gehen. Noch vor 40 Jahren haben hunderte solcher Boote die ferne Inselwelt durchkreuzt. Die meisten waren in Taumako gebaut. Doch kolonialistische und missionarische Verbote haben vor langem die traditionelle Art des Reisens, des Fischfangs und des Handels zum Erliegen gebracht. Die früheren „Nomaden des Pazifik“ sind in die Isolation verbannt.
Der über 90jährige Koloso Kaveia kennt die Geheimnisse des Schiffbaus und der Seefahrerei. Und er hat einen Traum: er will den Bootsbau wieder beleben und die Kenntnisse an die jungen Taumakoaner weitergeben. Doch nicht nur das Wissen um den Bau der Boote droht verloren zu gehen. Diese Südsee-Insulaner hielten ihren Kurs mit Hilfe der Beobachtung der Sterne, von Wind, Wellen, Wolken ,Vögeln und Meerestieren - Navigationskenntnisse, die Sextant oder GPS nicht brauchen. Der Film erzählt, wie die Inselbewohner die Schwierigkeiten des Bootsbaus meistern und sich der Traum des alten Seefahrers erfüllt: Nach 40 Jahren sticht zum ersten Mal wieder ein Schiff vom Strand von Taumako ins grünblaue Wasser der Südsee.
Polynesien - Backstage
Buch und Regie: | Michael Tauchert und Lorenz Knauer |
Kamera: | Matthias Haedecke, Ciro Cappellari, Marcus Holzner |
Spezialkamera: | Geoff Mackley |
Ton: | Mathias Windrath |
Schnitt: | Jochen C. Müller |
Sprecher: | Gert Heidenreich |
Aufnahmeleitung: | Sonja Maxeiner |
Produktionsleitung: | Jörg Kunkel, Donald Jenichen |
Herstellungsleitung: | Andreas Knoblauch |
Redaktion: | Uta von Borries, ZDF |
Produzent: | Ulrich Lenze |
Auftraggeber: | ZDF, 2003 |
Länge: | 45 Min. |
Erstsendung: | 24.08.03 um 19.30 Uhr im ZDF |