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Deutsche Kolonien

Jahr 2005
Drehbuch/Regie Peter Prestel, Thomas Hies
Produzent Ulrich Lenze
Redaktion Daniel Manthey, ZDF
Sender ZDF

Deutsche Kolonien

Die deutsche Kolonialgeschichte ist eine kurze. Umso widersprüchlicher die Legenden und Kontroversen, die sich um sie entwickelten. Was machten die Deutschen in Übersee wirklich? Eine historische Reportage mit nie veröffentlichtem Filmmaterial.


Deutsche Kolonien - Backstage

Konzeption:

Gisela Graichen

Buch:

Peter Prestel, Thomas Hies

Regie:

Peter Prestel, Thomas Hies

Kamera:

Ciro Cappellari

Schnitt:

Susanne Strobel, Sergios Roth

Aufnahmeleitung:

Sven Heiligenstein

Produktionsleitung:

Jörg Kunkel

Herstellungsleitung:

Andreas Knoblauch

Redaktion:

Daniel Manthey, ZDF

Produzent:

Ulrich Lenze

Auftraggeber:

ZDF

Drehorte:

Tansania, Ghana, Kamerun, Namibia, Togo, China, Papua-Neuguinea u.a.

Dreh:

Januar 2005 - Juni 2005

Sendetermin:

ab 8. November 2005, ZDF


Vom Entdecker zum Eroberer
8. November 2005

Ein Film von Gisela Graichen und Peter Prestel
Kamera: Ciro Cappellari

Vorspiele für das kurze deutsche Kolonialabenteuer gab es bereits im 17. Jahrhundert. Doch erst die Missionare, Händler und großen Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts sowie die Reichsgründung 1871 ließen in Deutschland die Rufe nach einem „Platz an der Sonne“ immer lauter werden. Denn andere europäische Großmächte verfügten schon länger über einträgliche Territorien in Übersee. Reichskanzler Bismarck willigte schließlich ab 1884 in die Einrichtung von so genannten Schutzgebieten in Afrika, China und dem Pazifik ein.

Afrika brennt
15. November 2005

Ein Film von Gisela Graichen und Peter Prestel
Kamera: Ciro Cappellari

1904 kam es im damaligen Deutsch-Südwestafrika zum Aufstand des Herero-Volkes, der durch die deutsche Schutztruppe blutig niedergeschlagen wurde. Durch diese erste Schlacht des jungen Kaiserreichs wurden die Herero nahezu vernichtet. In Deutsch-Ostafrika erhoben sich zwischen 1905 und 1907 die Maji-Maji und noch mehr Menschen mussten ihr Leben lassen als in Südwestafrika. Die grausamen Ereignisse in den Kolonien führten im Reichstag zu heftigen Debatten. Nach den so genannten Hottentotten-Wahlen wurde die Kolonialpolitik reformiert und in den Übersee-Gebieten kehrte etwas Ruhe ein.

" ...und morgen die ganze Welt"
22. November 2005

Ein Film von Gisela Graichen und Thomas Hies
Co-Autor: Sven Ihden
Kamera: Ciro Cappellari

Voller Zuversicht waren die Deutschen 1914 zu den Fahnen geeilt, nicht nur im Reich, sondern auch in den so genannten Schutzgebieten in Afrika, China und der Südsee. Doch vom erträumten Weltreich war schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn fast nichts mehr übrig. In der Weimarer Republik blieb die Sehnsucht nach den verlorenen Kolonien lebendig und nach der Machtergreifung Hitlers wurden Vorbereitungen für ein neues Kolonialreich getroffen.