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Die großen Kriminalfälle –
Bernhard Kimmel, der Al Capone aus der Pfalz

SWR

Die Kimmel-Bande gilt als die gefährlichste Jugendbande der Adenauerzeit. Zwischen 1956 und 1961 gehen fast 200 Einbrüche auf ihr Konto. Die Beute: über 100.000 Mark – ist damals ein Vermögen. Benannt ist die Bande nach ihrem Anführer, dem jungen Tuchweberlehrling Bernhard Kimmel. Die Zeitungen nannten ihn „Al Capone aus der Pfalz“. Kimmel wächst im pfälzischen Lambrecht auf. Nach anfänglichen „Räuber und Gendarm“-Spielen mit gefundenen Wehrmachtswaffen, wird aus dem Spiel Ernst. 1957 überfallen sie ihre erste Bank und bald ist kein Tresor mehr vor ihnen sicher …

Als bei einem „letzten Coup“ ein betrunkenes Mitglied der Bande einen Menschen erschießt, wird die ganze Bande von der Polizei aufgespürt und verhaftet. Nach 10 Jahren wird Kimmel vorzeitig aus der Haft entlassen, aber er entkommt dem kriminellen Millieu nicht mehr. Nach einem weiteren Mord an einem Polizisten bekommt er lebenslänglich. Im Dezember 2003 wird er nach 22 Jahren Haft entlassen – nach insgesamt 32 Jahren hinter Gittern.

Roland May Dirk Laabs Gerolf Karwath Christian Giradet Christian Güttler Dr. Thomas Schuhbauer 20. März 2006, 21.00 Uhr, ARD
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