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Der Aufstand

ZDF

Ein fesselndes Dokudrama über den 17. Juni 1953 in der DDR – 50 Jahre nach dem ersten Volksaufstand im ehemaligen sowjetischen Machtbereich. Ein aufwändiger Fernsehfilm mit einem Staraufgebot an Schauspielern und diesjähriger Höhepunkt im zeitgeschichtlichen Programm des ZDF.

Mit dem Tod des Diktators Stalin als Prolog schildert der 105 Minuten lange Film die Hintergründe, den Verlauf und die gewaltsame Niederschlagung des Massenprotestes, der schon wenige Jahre nach der Gründung der DDR das SED-Regime zu stürzen drohte.

Durch diesen Film erhalten die bis heute unbekannten Helden des Aufstandes ein Gesicht: die Bauarbeiter von der Stalinallee und die anderen Streikenden, die von Ostberlin aus einen die ganze DDR erfassenden Flächenbrand der Rebellion entfachten.

Die bis ins Detail authentisch rekonstruierten Spielszenen in den Machtzentralen Ost-Berlins und Moskaus, in den Bauhütten, Fabriken und auf den Straßen der DDR sind eng verzahnt mit Zeitzeugeninterviews, bislang unbekannten originalen Filmaufnahmen und erlauben tiefe Einblicke in ein Geschehen, das das SED-Regime bis zu seinem endgültigen Sturz als ebenso peinliches wie streng gehütetes Staatsgeheimnis tabuisierte.

Engste Mitarbeiter der Regierungen und Geheimdienste in Moskau und in Ost-Berlin enthüllen, dass die Krise kurz vor der weltpolitischen Eskalation stand. Egon Bahr, Klaus Bölling und andere damalige Mitarbeiter des amerikanischen Rundfunksenders RIAS berichten gleichzeitig, wie sehr auch der Westen von den Ereignissen überrascht und von der Furcht beschlichen wurde, diese könnten den kalten in einen heißen Krieg verwandeln.

„Der Aufstand“ offenbart das dramatische Wechselspiel zwischen dem revolutionären Elan und Mut der Aufständischen und der auf staatlicher Teilung und Friedhofsruhe basierenden Stabilität des Kalten Krieges: am Anfang ein spontaner Arbeiterprotest mit ökonomischen Forderungen, aber buchstäblich über Nacht fast ebenso unwillkürlich ein politischer Volksaufstand für Freiheit und den Sturz der SED-Diktatur.

Guido Knopp, Chef der ZDF-Zeitgeschichte:
„Der wesentliche Unterschied zur Revolution von 1989 war der, dass im Juni ’53 die sowjetischen Panzer ausrückten und sie im Herbst ’89 in den Kasernen blieben. Aber für einen Moment lang hatte das Volk das Regime an den Rand einer endgültigen Niederlage gedrängt. Das macht in der an Volkserhebungen nicht gerade reichen deutschen Geschichte die bleibende Bedeutung des 17. Juni aus.“

Hans-Christoph Blumenberg, Autor und Regisseur:
„Der 17. Juni war für mich früher ein Datum, dessen Bedeutung im Wesentlichen von außen und nachträglich hineininterpretiert wurde: ganz angenehm für uns im Westen, weil uns das einen Feiertag mehr bescherte, nichtsdestotrotz ein ideologischer Reflex. Erst im Laufe der Vorbereitung des Films habe ich die wirkliche Dimension der Ereignisse begriffen. Und jetzt bewundere ich nicht nur die Leistung meiner Schauspieler, sondern fast mehr noch die ihrer historischen Vorbilder, der Ostberliner Arbeiter.“

 

Mit Unterstützung der FilmFörderung Hamburg GmbH

 

 

Hans-Christoph Blumenberg Hans-Christoph Blumenberg Christian Girardet Florentine Bruck Erik Rüffler Nikolaus Glowna, Siggi Mueller Simone Bär Gudrun Schretzmeier Werner Langheld Sabine Schumann, Bernd Heinemann, Jens Bartram Thomas Dittmar Thomas Schwetje, Jörg Kunkel (Dokumentation) Andreas Knoblauch Jean-Christoph Caron Dr. Stefan Wolle Guido Knopp Ulrich Lenze Jürgen Vogel, Jan Josef Liefers, Stefanie Stappenbeck, Uwe Bohm, Gabriela Maria Schmeide, Heikko Deutschmann, Christian Redl, Florian Martens, Gojko Mitic, Florian Lukas Günter Junghans, Herbert Knaup, Dieter Mann, Dieter Wien, Michael Kind, Karl Kranzkowski, Werner Wölbern, Horst-Günter Marx, Robert Glatzeder u.a. ZDF/ARTE 03.06.03 um 20.15 Uhr, ZDF
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